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Rückblick von Thomas Bader – Schirmherr 2016

«Wunderschöne Momente»

Nun ist mein Amtsjahr als Schirmherr vorbei. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schaue ich auf ein abwechslungsreiches Jahr zurück.

Vor einem Jahr wurde ich den Närrinnen und Narren auf dem «neuen Hauptplatz» vor dem Embrisaal als Schirmherr vorgestellt. Ich war total nervös als ich auf die Menschenmenge zulief. Als ich dann meine Verkleidung «Löwe, König der Tiere J» abstreifte, war ich immer noch sehr nervös. Erst nachdem ich von den Anwesenden viele für Gratulationen und Glückwünsche erhielt, legte sich meine Nervosität. So konnte ich den Rest des Tages noch richtig schön geniessen.

Der neue Ort «Embrisaal» war für mich eSchirmi_2016_01ine super Sache. Es war nicht so, dass sich, wie früher, viele Personen nach der Eröffnungszeremonie nach Hause absetzten. Ein grosser Teil der Zuschauerinnen und Zuschauer blieb und so konnten wir ein schönes Fest mit vielen bekannten Gesichtern feiern. Die Urgruppe, die sich für die Küche und die Bar einsetzte, haben dies sensationell gemacht. Das Essen schmeckte hervorragend und die Drinks flossen. Die Kaffeestube mit der Ländlermusik war eine willkommene Abwechslung und rundete das Angebot ideal ab.

Am anschliessenden Wochenende durfte ich nach Rheinbischofsheim zu den Pfannenschleckern. Dies war eine neue Erfahrung, dort wird noch Fasnacht zelebriert. Bis um 23.00 Uhr fanden verschiedenste Darbietungen statt, anschliessend war Party angesagt. Am Sonntag folgte dann mein erster Umzug in Aadorf. Bei gutem Wetter und vielen Zuschauerinnen und Zuschauern durfte ich mit «meinen» Majoretten die Urdorfer Delegation mit fast 100 Personen anführen.

Nun folgte es Schlag auf Schlag. Auf der Insel Mainau, bei den Gräfinnen und dem Grafen, durften wir mit Gesang, Schalk und Schauspielerischem einen fasnächtlichen Leckerbissen unter dem Motto «Eine närrische Reise durch die Alpenländer» geniessen. Danach ging es nach Häggligen, Rapperswil, Staretswil, Oberrohrdorf, Berikon, Dietikon, Sarmenstorf, Chur (mit 30`000 Zuschauern ein Traum),hofball-insel-mainau-211 Bassersdorf und das Gute fast zuletzt: URDORF. Am Freitagabend gab es mit den Cliquenmitgliedern einen Einmarsch in die Halle und danach durfte ich die Urdorfer Fasnacht eröffnen. Zum Auftakt spielte das bekannt Duo ChueLee, was für eine tolle Stimmung in der Halle sorgte. Am Samstagmorgen war der Zunftmeisterempfang und ich erhielt nochmals viele Glückwünsche von befreundeten Vereinen sowie Zünften und auch sehr viele Geschenke. Am Nachmittag stand unser grosser Umzug auf dem Programm, heute weiss ich, es ist der grösste weit und breit, keiner der anderen, an denen wir teilgenommen haben, kommt an den URDORFER heran. Das Wetter: nach schlechten Vorzeichnen lichtete sich während des Umzugs die Wolkendecke, so wie ich es uns gewünscht habe und erst kurz nach dem Ende fing es wieder in Strömen zu regnen an. Ich kannte sehr viele Zuschauer und genoss es, dass mir die Menschenmenge zujubelte. Es war einfach genial!!

Leider konnte ich dem grossen Fasnachtsball nicht mehr beiwohnen, da ich krankheitshalber ins Spital musste. Auch den Kinderball verpasste ich deswegen. Das war für mich sehr schade, auf den Fotos habe ich die vielen herzigen Kostüme und die freudige Kinderschar gesehen. Ich wäre sehr gerne dabei gewesen.

Nun folgte noch die Uslumpete. Da konnte ich mit Michi Keel wieder eines alten Amtes walten. Wir übernahmen die Maskenprämierung, was uns erneut viel Spass und lustige Stunden bereitete. Am Tag danach, um 11.11.11 Uhr, folgte noch das Konfetti Begräbnis beim Steinerhof, an dem ich die Urdorfer Fasnacht beerdigen musste.

Die fünfte Jahreszeit einmal so zu erleben war für mich etwas ganz Besonderes. Das ist Fasnachtstreiben! Nicht so, wie ich das bisher noch aus meinen Knabenzeiten kannte. Hinter dem, was die Mitglieder der Clique Schäflibach hier mit ihren Untergruppen betreiben, steckt ein enormer Aufwand. Es ist schön OLYMPUS DIGITAL CAMERAzu sehen, wieviel Herzblut, Arbeitsaufwand und Lebensfreude dahinterstehen. Es braucht auch Disziplin, um eine so wilde Schar unter Kontrolle zu halten.

Einen ganz besonderen Dank möchte ich Daniel Leutwiler aussprechen. Er hat mich während der ganzen Zeit betreut. Das heisst, nach einer kurzen Ankündigung, wann ich bereitstehen müsse, kam er mich jedes Mal zu Hause abholen und brachte mich auch wieder unversehrt vor die eigene Haustür. Für die Unterstützung bei den Zunftmeisterempfängen und den verschiedenen Apéros standen Ihm noch Swissli (Ruedi Schweizer) Und leuzi (Peter Leuzinger) tatkräftig zur Seite. Mit ihnen durfte ich vor, währen und nach den Anlässen viele schöne Stunden erleben. Auch meine Begleiterinnen, die Majoretten, standen mir immer beiseite. Wir hatten eine wundervolle fünfte Jahreszeit. Ich danke allen, die dafür sorgen, dass die Fasnacht so ist, wie sie ist. Dazu kann ich nur eins sagen «herrrlichhhhhh!»

Nun ist die Zeit gekommen, mein Zepter und den «Apfel» an meinen Nachfolger weiterzugeben. Ich wünsche ihm eine genau so tolle und erlebnisreiche Zeit, wie ich sie geniessen durfte. Allen Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern wünsche ich für das bevorstehende närrische Treiben gute Gesundheit, viel Spass und schöne gesellige Stunden.

Für alles nochmals ein grosses DANKESCHÖN

Mit närrischen Grüssen

Schirmi 2016
Thomas Bader

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